Denkt Ihr, eine „grüne Hochzeit“ ist zu viel Aufwand? Denkt noch einmal darüber nach! Wir erwarten nicht, dass Ihr Krieg gegen den Veranstaltungsort führt, wenn er keine Kompost-Toiletten hat, aber wir sind alle dafür, der Erde zu helfen. Und Ihr könnt es tun, ohne Euer Budget, Eure Vision oder Euren Verstand zu opfern. Lest unsere Tipps, wie Ihr eine grüne Hochzeit feiern könnt, ohne in einem biologisch abbaubaren Papierkleid den Gang hinunterzugehen.

Die richtige Location für eine grüne Hochzeit

Die Wahl eines Veranstaltungsortes hilft, die Bühne und das Thema für jede Veranstaltung zu bestimmen und ist in der Regel Eure erste große Entscheidung. Eine der größten Möglichkeiten, Energie zu sparen, ist die Heirat im Freien, wie auf einem Bauernhof oder Weinberg, wo die Sonne die gesamte Beleuchtung übernehmen kann. Es gibt unzählige wunderschöne Gärten, Hügeln und renovierten Scheunen, die moderne Annehmlichkeiten wie Waschbecken und Toiletten bieten, so dass niemand auf die Hygiene verzichten muss.

Wir wissen, dass Outdoor-Zeremonien und Empfänge nicht für jeden geeignet sind. Wenn Ihr drinnen sein wollt, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Ihr es grün machen könnt. Erstens, haltet die Zeremonie und die Hochzeitsfeier an einem Ort ab – niemand muss fahren, um von einer Veranstaltung zur nächsten zu gelangen, was die Kraftstoffemissionen reduziert. Oder wählt einen Ort, der viel Sonnenlicht bekommt und veranstaltet die Feier am Tag, damit Ihr das Licht auslassen könnt. Eine weitere Möglichkeit, im Innenbereich grün zu sein: Sucht nach Hotels, die energieeffiziente Geräte und biologisch abbaubare Produkte recyceln und nutzen.

Die Einladungen

Jedes Jahr werden Millionen von Bäumen für die Herstellung von Papierprodukten gefällt. Der Prozess der Herstellung dieser Produkte belastet die Umwelt. Immer mehr Paare versuchen zu helfen, indem sie umweltbewusste Entscheidungen treffen. Wir finden Hochzeitseinladungen per Briefpost noch immer am schönsten. Achtet auf Anbieter, die Recycling-Papierprodukte und Farben auf pflanzlicher Basis anbieten. Ihr könnt auch handgeschriebene Einladungskarten online bestellen.

Einige Papierprodukte sind sogar pflanzbar – ja, pflanzbar! Papier von Unternehmen wie Botantical Paper Works ist mit Samen eingebettet, so dass Gäste sie in ihren Gärten pflanzen können und das Papier zu Blumen, Pflanzen oder Kräutern wird, anstatt auf einer Deponie zu landen. Oder entscheidet Euch für nachhaltige Ressourcen, wie Baumwollartikel oder Bambuspapier.

Die Blumen für eine grüne Hochzeit

Ihr denk vielleicht nicht darüber nach, aber nicht alle Blumen sind organisch. Einige Landwirtschaftsbetriebe verwenden Chemikalien, um Insekten fernzuhalten, was dazu führen kann, dass die organische Substanz im Boden beeinträchtigt wird und in einigen Fällen Krankheiten bei den Arbeitern, die mit ihnen arbeiten, entstehen. Um sicherzustellen, dass Euer Blumenschmuck so nachhaltig wie möglich ist, wendet Euch an Unternehmen, die vom Erzeuger zum Verbraucher gehen, sozusagen an Unternehmen, die die Stängel schneiden und die Blumen innerhalb weniger Tage direkt an die Abnehmer verkaufen. Fragt Euren Blumenhändler nach saisonalen und lokalen Blumen, um die frischesten und hochwertigsten Stängel zum besten Preis zu erhalten. Es gibt auch zertifizierte Blumen. Das bedeutet, dass die Blüten nicht mit Chemikalien oder unter harten Arbeitsbedingungen angebaut werden. Eine weitere umweltfreundliche Wahl ist die Wahl von Topfblüten, Pflanzen oder Topiaren als Mittelpunkt der Dekoration. Auf diese Weise könnt Ihr und die Hochzeitsgäste sie mit nach Hause nehmen und nach der Hochzeit wieder einpflanzen.

Wollt Ihr auf Blumen verzichten? Verwendet einen Broschenstrauß, ein Arrangement aus Seidenstielen oder ein Bündel von Marktfrüchten und Gemüse und dekoriert die Tische mit Dingen, die Ihr nach der Hochzeit im Haus wiederverwenden könnt, wie Kerzen auf Sojabasis oder Bücherstapel.

Das Hochzeitsessen

Das Essen steht im Mittelpunkt jeder Feier, und grün zu werden bedeutet nicht, dass Ihr auf den Geschmack verzichten müsst! Die Bewegung vom Bauernhof zum Tisch ist in vollem Gange, was bedeutet, dass sie für die Beschaffung gesunder, umweltfreundlicher Lebensmittel zugänglicher denn je ist. Wenn Ihr das Essen für die grüne Hochzeit plant, denkt daran, dass Bio-Lebensmittel möglicherweise mehr kosten. Aber wenn Ihr den Caterer bittet, saisonale und lokal angebaute Produkte zu beziehen, wird er die Kosten niedrig halten und die frischesten Produkte garantieren. Ihr könnt auch mit einem Bäcker aus der Nachbarschaft zusammenarbeiten, um zu erfahren, wer in der Region bestimmte Zutaten (wie Eier und Milchprodukte) liefert. Wenn sie direkt von Gärtnern gekauft werden, benötigen Lebensmittel weniger Zeit im Kühlschrank und weniger Verpackungen, um frisch zu bleiben, so dass Sie auch besonders freundlich zu Mutter Erde sind. Und da die Lebensmittel aus einer kürzeren Entfernung kommen, wird weniger Kraftstoff für den Transport benötigt. Ihr wollt Eure Gäste wirklich beeindrucken? Ergänzt Eure Tischdekoration mit Kräuterpflanzen in Terrakotta-Töpfen, wie Basilikum oder Koriander, die Gäste direkt zu ihren Gerichten hinzufügen können. Für eine plastikfreie Hochzeit solltet Ihr richtiges Geschirr und Gläser verwenden und auf Einmalprodukte verzichten. Eine Alternative bietet Bambus, welches anschließend kompostiert und somit recycelt werden kann.

Das Brautkleid für die grüne Hochzeit

Das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an umweltfreundliches Einkaufen für die grüne Hochzeit denkt, ist das erneute Tragen eines Kleides, vielleicht sogar des der Mutter. Wenn Du die Idee liebst, ihr Kleid zu tragen, aber nicht ganz in das Kleid selbst verliebt bist, arbeite mit einer Schneiderin, um es zu Deinem Stil zu ändern. Oder, wenn Mamas Kleid aus dem Rennen ist, fange von vorne an und suche Dir ein Kleid aus, das total Du bist. Erste Anlaufstelle: Besucht 2nd-Hand-Kleidungsgeschäfte oder Konsignationsboutiquen. Nichts gefunden? Schaut Euch alle Websites an, die Hochzeitskleider vermieten. Den Anbietern genügen meist bereits ein paar Richtlinien, wie z.B. eine Farbe oder Kleiderlänge, um das passende Hochzeitskleid zu finden.

Wenn Ihr es vorzieht, ein brandneues Kleid zu tragen, sucht nach einen Designer, der nachhaltige Stoffe (wie Bio-Baumwolle, Seide oder Hanf) verwendet.

Die Hochzeitsgeschenke

Für eine grüne Hochzeit sucht nach pflanzbaren Gefälligkeiten wie Topfpflanzen, Kräutern oder Sukkulenten. Oder, essbare Geschenke. Schaut Euch lokale Unternehmen wie Kaffeehäuser für eine Tüte mit ihren typischen Bohnen an, Süßwarenläden für Schokoriegel (einfach mit Papier zu verpacken) oder Mehrweg-Gläser aus einem Obstgarten.

Eine ganz andere Möglichkeit sind Wohltätigkeitsspenden. Informiert Eure Gäste darüber, dass Sie eine Spende für eine sinnvolle Sache anstelle von Gefälligkeiten leisten sollen. Wählt einige Eurer Favoriten aus und lasst die Gäste entscheiden.

Kaum hat das Jahr begonnen, steht bereits fest, wie Frau sich im Herbst und Winter kleiden kann. Die Berliner Fashionweek befindet sich in den Startlöchern. Wer es genauer wissen möchte,  kann vom 14. – 19. Januar erste Einblicke in die Mode Highlights der kommenden Saison in Berlin erhalten.
Wir berichten heute über die Hamburger Designerin Julia Starp, die ihre neueste Kollektion dort vorstellen wird:
Wie der Phoenix aus der Asche…

Die Produktion

Das Label Julia Starp existiert seit 2009. Die Bekleidung wird derzeit in Polen und in Deutschland und unter fairen Bedingungen produziert.
Für die Qualitätssicherung werden die Produktionsstätten regelmäßig von der Designerin aufgesucht.

Material

Das verwendete Material zeugt von höchster Qualität, dabei legt die Designerin großen Wert auf Nachhaltigkeit.
Die Stoffe sind überwiegend zertifiziert (GOTS – Global Organic Textil Standard, Bluesign) oder aus recycelten Materialien.
Julia Starp hat sich besonders auf Mäntel, Jacken und Kleider mit außergewöhnlichen Details und auffallender Schnittführung spezialisiert.
In ihren Phoenix Kollektionen verwendet sie neben edler italienischer Spitze, Leder, Organic Tussah-Silk, Hemp-Silk, Organic Cotton und Wollvelour.

Kollektion Phoenix- alles kann (wieder)verwendet werden

Sinnbild und Namensgeber der Kollektion von Julia Starp ist das mythische Fabelwesen, der Phoenix aus der Asche.
Die Designerin setzt den Gedanken der steten Erneuerung, des Werdens und Vergehens, in einen Rausch aus Farben und Formen um: Stoffmusterlaschen, Nylonstrümpfe und Lederreste werden recycelt zu Roben, Kleidern, Korsagen, Mänteln, Hosen und Jacken.
Reste finden sich zu einem Kaleidoskop in immer neuen Kombinationen zusammen.

Angeregt durch historische Stoffmusterbücher entstand der eigens angefertigte Baumwolljacquard des Augsburger Textil- und Industriemuseum „tim“, der in Julia Starps Kollektion wieder auflebt.

Die Couture glänzt durch eine Formenvielfalt von divenhaft schmal und elegant bis zu aufwendig drapierten, weit ausladenden Abendkleidern.
Feuerrot, laszives Bordeaux, intensives Orange und schimmerndes Gold lassen den Phoenix brennen.
Als Sinnbild des Phoenix’ taucht die Sonne in Form abstrahierter Elemente in den verschiedenen Kollektionsteilen auf.

Zauberhafte handgefertigte Masken der Stylistin Aleksa Kavalerchik vollenden das Gesamtbild.

Julia Starp
Opernwerkstätten Berlin
Zinnowitzerstraße 9
10115 Berlin

Green Weddings bleiben eher die Ausnahme – Öko-Aspekt kommt aber zumindest in Teilbereichen durch

Großenkneten/Berlin/Stuttgart – Recyclingpapier ist schon lange nicht mehr grau und hässlich und Kleider aus Bio-Stoffen sehen längst nicht mehr aus wie Jutesäcke. Ökologie und Nachhaltigkeit haben im Denken vieler Menschen an Bedeutung gewonnen – allerdings nicht so sehr bei Hochzeiten, wie es scheint. Da gilt Grünes oft als Spaßbremse. Aber: Es muss ja nicht immer gleich der große Wurf, die rundum ökologisch korrekte Hochzeit sein.

Ulrike Binias, die sich vor einigen Jahren als Hochzeitsplanerin selbständig gemacht hat und unter anderem „The Green Wedding Magazine“ publiziert, hat zahlreiche Tipps für die Öko-Hochzeit, von denen einige einfach, andere etwas schwerer umzusetzen sind. Relativ leicht zu beschaffen sind saisonale und regionale Produkte für das Hochzeitsmenü. Dabei könne mitunter sogar gespart werden im Vergleich zu Lebensmitteln, die einen weiten Transportweg hinter sich haben, sagt Binias.

Apropos Transportweg: „Um den Schadstoffausstoß zu reduzieren, sollten Zeremonie und Feier möglichst nah beieinander stattfinden.“ Als Ort für die Feier könne zudem ein Bio-Weingut oder -Hotel gewählt werden, empfiehlt die Hochzeitsplanerin.

Etwas schwieriger wird es schon bei der Anreise der Gäste. Über wenige Gäste und kurze Anreisen freut sich vielleicht die Umwelt, aber wahrscheinlich wollen die wenigsten Brautpaare sich in diesem Punkt einschränken lassen. Ähnliches gilt für die Auswahl des Flitterwochen-Zieles. Das Paar solle zumindest darüber nachdenken, ob es unbedingt die Karibik sein müsse, oder ob ein Bio- Hotel in Deutschland oder Österreich auch eine Option sei, sagt Binias.

Kein Jutesack, aber auch kein Prinzessinnenkleid

Unter Umständen könnte das Brautpaar bei der Hochzeitsreise jenes Geld sparen, das es für fair produzierte Brautmode ausgeben müsste. Es ist ein Klischee, dass schicke Kleider und ein Bio- Siegel ein Widerspruch sind. Allerdings, sagt Ulrike Binias, „sind die Kleider schon meist etwas schlichter. Es soll ja wenig Stoff verbraucht werden, dadurch sehen sie weniger üppig aus als klassische Hochzeitskleider“. Dafür könne die etwas unspektakulärere und unspezifischere Eco- Brautmode nach der Hochzeit leichter geändert und dann bei anderen Anlässen getragen werden.

Während diese Argumente die Mehrzahl der Bräute wohl nicht von einem Prinzessinnenkleid werden abbringen können, ist ökologisches Denken in einem anderen Bereich offenbar auf dem Vormarsch. „Bei einigen Herstellern hat sich das Bewusstsein für ökologische und faire Produktion durchaus verstärkt, zum Beispiel bei den Goldschmieden und Juwelieren“, sagt Ralf Schulze, Projektleiter bei der Trau dich! Messe GmbH, einem der größten deutschen Veranstalter von Hochzeitsmessen. Sie wiesen Kunden auch verstärkt darauf hin, welche Fair-Trade-Alternativen es gebe.

Massentauglich werden Green Weddings aus Schulzes Sicht aber vorerst nicht werden. „Aus ökologischen Gründen wird kaum ein Paar auf bestimmte Dinge verzichten, die ihm für die Hochzeit wichtig sind: zum Beispiel auf eine Band – ohne die man ja Strom sparen könnte – oder eine Oldtimer-Fahrt“, glaubt er.

Matthias Bähr, der Geschäftsführer des Messeveranstalters BB Expo Event, hat ebenfalls festgestellt, dass der Öko-Aspekt beim Heiraten eine untergeordnete Rolle spielt. „Wenn zum Beispiel das Kleid der Mutter zur eigenen Hochzeit angezogen wird oder Einladungen per Mail verschickt werden, passiert das weniger aus ökologischen Gründen. Die sind nur ein Nebeneffekt“, sagt er.

Ist ein Ende der Wegwerfhochzeit in Sicht?

Auch Ulrike Binias sagt, das Interesse am Heiraten mit positiver Öko-Bilanz beschränke sich bislang auf bestimmte Gesellschaftsschichten, für die Ökologie und Nachhaltigkeit ohnehin wichtig seien. „Ich hoffe, dass der Trend aber insgesamt weggeht von der Wegwerfhochzeit“, sagt sie. Einige Zeichen dafür macht sie aus: „2011 war es zum Beispiel noch sehr viel schwieriger als jetzt, Anbieter ökologischer Hochzeits-Produkte zu finden.“ Zudem werde ihre Webseite von immer mehr Menschen besucht.

Handgeschriebenes online bestellen

Falls ihr beabsichtigt, mehrere 100 Einladungen zu versenden, Dankesschreiben oder außergewöhnliche Botschaften an eure Gäste original handschriftlich schreiben zu lassen oder für besonders exklusive Anlässe diese von einer Kalligraphin schreiben zu lassen, dürfte die SCHREIBSTATT in Berlin interessant für euch sein.

Die Idee ist simpel und nahe liegend, denn angesichts der täglichen Flut von E-Mail und Werbespam suchen Paare in der Zeit der Hochzeitsvorbereitung nach Originalen, Persönlichen und manchmal eben nach „Old School“. Schließlich wollt ihr bei allem Umweltbewusstsein sicher gehen, dass Eure Einladungen ankommen, gerade wenn ihr nicht die Zeit habt, all eure Gäste per Telefon persönlich einzuladen.

Thorsten Petzold bietet in seinem neuen Webshop „Schöne Briefe“ die Übertragung eigener Texten in original handgeschriebene Briefe an.

61 Schönschreiberinnen sind bei „Schöne Briefe“ im Einsatz, damit die individuellen Grüße, Einladungen oder Dankeschöns bereits am nächsten Werktag versendet werden können.

Dafür fallen Preise ab 16,99 Euro je einzeln, hochwertig gestaltetem Brief an. Einladungskarten und handgeschriebene Adressen kosten, je nach Umfang, wenige Euro.

Dies dürfte eine gute Lösung für Menschen darstellen, die entweder keine Zeit, keine schöne Handschrift oder keine Ruhe haben, Briefe in Schönschrift mit dem eigenen Füllfederhalter zu schreiben.

Das entsprechende Papier, Umschläge und individuell gestaltete Karten bietet Schöne Briefe auf Wunsch alternativ zur Lieferung eigenen Papiers an. Die SCHREIBSTATT bietet über deren Partner verschiedene Umweltpapiere wie Munken, Bambus oder Baumwolle an.

:)

Ihr könnt aber auch eigenes Papier mitbringen 

SCHREIBSTATT GmbH
Thorsten Petzold
Baerwaldstr. 51
10961 Berlin
Telefon: 030 89204766

Tipps von Thomas Beetz

Früher dachte ich immer, ein Hochzeitsfotograf wäre allein dafür verantwortlich, dass die Hochzeitsfotos perfekt werden:
Er oder sie wird gebucht, kommt zur Hochzeit, fotografiert das Paar und die Gäste – und eine Woche später blicken alle neidisch auf gerahmte Traumhochzeitsfotos.
Das dazu aber noch viel mehr gehört, erfuhr ich erst bei der Planung meiner eigenen Hochzeit.
Ein Hochzeitsfotograf kann nämlich weder die Gedanken des Brautpaares lesen, noch ist er oder sie ein bedürfnisloser Arbeitsroboter.

Damit der Fotograf auch bis spät in die Nacht die schönsten Momente einfangen kann und die Fotos hinterher nicht wie aus dem Schaufenster eines x-beliebigen Fotostudios aussehen, habe ich ein paar Tipps, die helfen, das Beste aus eurem Hochzeitsfotografen herauszuholen.

1. Trefft euch vor der Hochzeit mit dem Fotografen
So könnt ihr ihn und seine Art zu fotografieren kennen lernen und eure Wünsche für die Hochzeit besprechen. Am großen Tag fühlt ihr euch in seiner Gegenwart auch gleich viel entspannter.

2. Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg
Gebt dem Fotografen einen Ablaufplan des Hochzeitstages, außerdem eure Handynummern, die der Treuzeugen und die Adressen der Locations. Auch über eventuelle Änderungen des Planes sollte er vorab informiert werden.

3. Jedes Detail eurer Hochzeit hat Einfluss auf die Qualität der Hochzeitsfotos
Je aufmerksamer ihr seid bei der Auswahl der Location, der Kleidung, des Make-ups, etc., desto besser werden eure Bilder!

4. Gebt den Trauzeugen Bescheid, dass sie den Hochzeitsfotografen vorab über eventuelle Überraschungen, z.B. Feuerwerk oder Performances, informieren sollen.

5. Ein Hochzeitstag kann sehr lang werden und Fotografieren ist harte Arbeit
Erlaubt eurem Fotografen ab und zu eine Pause und gönnt ihm etwas zu essen.

6. Versichert euch, dass der Fotograf nach der Hochzeit unterkommt
Manchmal macht es auch Sinn, dass er vor der Hochzeit in der Nähe der Location übernachtet, um Staus, Autopannen oder eine lange Anfahrt zu vermeiden.

7. Gebt ihm die Möglichkeit, seiner Arbeit möglichst frei nachzugehen und Reportage-artig zu fotografieren
Vermeidet endlose Gruppenfotos und gestellte Bilder mit jedem einzelnen Gast – das raubt Zeit, während besondere Momente verloren gehen.

8. Lasst dem Fotografen nach der Hochzeit mindestens 2 Wochen Zeit, um euch die fertigen Bilder zuzusenden
Die gewissenhafte Auswahl und professionelle Nachbearbeitung der Bilder kostet seine Zeit. 

Ich verbinde 15 Jahre fotografische Erfahrung mit 10 Jahren Erfahrung als Kameramann (und Liebe für HBO Serien) um eure Hochzeitsbilder, mal in grobkörnigen schwarzweiß mal in satten Farben, unvergesslich zu machen.
Magnum Fotojournalismus trifft auf Hochglanz Modefotografie!

Neben Hochzeiten, könnt ihr mich auch für Veranstaltungen, Portrait- oder Verlobungsshooting buchen. Ob eure Veranstaltung in Berlin, Deutschland oder dem entlegensten Flecken der Welt stattfindet, spielt dabei übrigens keine Rolle. Ich reise sehr gerne!

Thomas Beetz
+49 (0)177 7143977
email[at]thomasbeetzphotography.com

Als ich 2011 anfing, mich mit dem Thema “Green Wedding” auseinander zu setzten, tat ich das nicht, weil ich “nichts auf der Welt mehr liebe als Hochzeiten” oder das Motto “Green” gerade im Hype stand.
Das Thema ist und bleibt aktuell, aber nicht, weil sich mit einem solchen “TREND” richtig viel Geld machen lässt, sondern weil ökologisches und ethisches Handeln derzeit notwendiger ist, als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit.
In allen Bereichen! Der Bereich Hochzeit bietet dabei die Chance, an einem einzigen Tag entweder ganz viel CO2  zu verursachen, oder eben relativ wenig…

Sehr schnell wurde mir jedoch bewusst, dass das, was ich in meinem Kopf plante, in der Realität noch nicht zu finden war. Seit dem recherchiere ich nach Anbietern, die in das Konzept passen. Im Laufe der Zeit setzte ich mich immer weiter mit der Verbesserung des Konzeptes auseinander. Ich schaue genau, stelle manchmal “unliebsame” Fragen und verfolge Spuren bis zur Ursprungsquelle.
Manchmal auch ganz tief unter die Oberfläche, da wo es unbequem wird. Was ich dabei entdeckt habe, kann nicht länger darauf warten, bis das Buch, welches wir gerade im “Hintergrund des Netzwerkes” schreiben, veröffentlicht wird.
Schließlich steht die Hochzeitssaison an und was über die Themen “Green”, “Nachhaltig” und “Fair” im Zusammenhang mit Hochzeit derweil veröffentlicht wird, schreit danach richtig gestellt zu werden.

Es geht um die Zukunft unserer (ungeborenen) Kinder und Enkelkinder

Die Planung einer ökologischen und ethischen Feier ist nicht gestaltbar, indem wir einfach auf „grüne“ Weise konsumieren (mehr dazu unter “Ende der Märchenstunde“). Obwohl man dieses Gefühl bekommen kann, wenn man beginnt, sich kritisch mit dem Thema „Planung einer Feier“ und insbesondere mit dem Thema “Hochzeit“ auseinander zu setzen. 

Immer neue Trends, immer neuere Produkte, immer mehr, immer weiter! Jede noch so „hippe“ erfolgversprechende Strömung wird aufgegriffen und inflationär mit Definitionen belegt, die uns wie ein Pferdeflüsterer suggerieren:

„Du bist nur gut, wenn du das richtige Produkt kaufst!“

Das ist auch das Bild, das uns da draußen im WORLD WIDE WEDDING WEB vermittelt wird.

“Deine Hochzeit ist nur gelungen, wenn Du die richtigen Dingen kaufst”

Welche sind das?

Alles eine Sache der Verpackung

Dass Produkte weder ökologisch, noch ethisch, noch nachhaltig sein müssen, spielt in den Köpfen von “Experten” keine Rolle. Sie werden nicht für den Erhalt des Planeten bezahlt, sondern dafür, Produkte besser zu vermarkten.
Nicht einmal der „Grüne Sektor“ ist davor gefeit, Greenwashern auf den Leim zu gehen. Das ist auch in der Hochzeitsindustrie angekommen. Zwar sind die genauen Umsatzzahlen ein wohl gehütetes Geheimnis dieser Industrie, aber Schätzungen zufolge beläuft sich der Umsatz auf über zwei Milliarden Euro im Jahr (Land, Sadeghi und Heyser 2013).

Green Wedding “einfach”

„Green Wedding Washing “ ist so einfach:
“Man nehme fair gehandelten Kaffee, Gold, das ohne Kinderarbeit gefördert wurde und Blumen,  die nach dem Fest wieder eingepflanzt werden. Flups. Fertig.”

Das war es schon?
Oberflächlich betrachtet vielleicht.

„Nachhaltig“ ist mittlerweile angeblich jeder Global Player. Fair sowieso, im Zweifel wird ein neues Siegel erfunden, auf dem „Fair“ steht. An den ökologischen und ethischen Punkten lässt sich arbeiten. Das Wörtchen „Grün“ synonym „Green“, bietet dafür ausreichend Gelegenheiten. Es geht schon los, bei einem Kartenhersteller, der in seiner „Collection“ eine Serie mit dem Namen Green Wedding anbietet. Das „Green“ bezieht sich dabei vermutlich auf die Farbe der Karte.  Auf Nachfrage bei dem Online Kartendruckerdienst weiß die Dame am anderen Ende nicht, was Umweltpapiere sind, geschweige denn, dass sie Kundinnen erklären könnte, um welche Papiersorte es sich handelt, aber die Farbe kann sie mir zumindest mitteilen 3:)

Die meisten konsumfreudigen (Wedding) Webseiten empfehlen übrigens gebetsmühlenartig drei Punkte, mit der eine Green Wedding gestaltbar ist:

  1. „Eine grüne Location, im Freien, deren Betreiber Energie und Wasser sparen“.
    Fragen Sie spaßeshalber mal nach: Auch der Gasthof in Ihrer Nähe gibt an, dass sie im Freien feiern können und er Wasser und Energie spart.
  2. „Einladungskarten auf Recyclingpapier“.
    Welches darf es denn da sein? Welches schont die Umwelt? FSC? Blauer Engel? PEFC? EU Ecolabel?
    Und wie ist es mit dem Druck? Wird in Deutschland gedruckt? Oder gar in Asien? Da kämen noch CO2 Emissionen für den Transport dazu. Von der Druckfarben möchte ich gar nicht erst anfangen zu berichten. Das übernimmt besser Gugler in Österreich.
  3. „Anstelle der Floristik können Sie „wiederverwendbare Topfblume“ verwenden“
    Woher kommen diese? Wie wurden sie angebaut? Wurden Sie mit Pestiziden und Herbiziden behandelt? Haben sie gerade Saison?

Verstanden hat in der virtuellen Welt bisher kaum jemand, dass es bei einer „ökologischen Feier nicht um Wachstum, Trends und Konsum geht. Es geht auch nicht darum, einer konventionellen Hochzeit einen „grünen Anstrich“ zu geben, und „ökologische“, „faire“  und „vegane“ Produkte, in viel Plastik verpackt, zu verkaufen. Oder darum “Ablasspapier der Neuzeit” zu kaufen, um seine “eventuell doch verursachten CO2 Emissionen zu kompensieren”. Wer es wirklich ernst meint mit Kompensation, sollte diese von Anfang an vermeiden oder lieber 25 Bäume in einen Hochzeitswald vor Ort pflanzen – wobei auch diese mindestens 10 Jahre benötigen, um die verursachten Emissionen zu neutralisieren.

Bei einer “Green Wedding” geht es darum, die “gesamte, nackte Wahrheit” des Konsums zu umgehen und in erster Linie um Suffizienz (Konsumverzicht). In Sinne von: „Danke, er reicht. Wenn Ihr den Planeten verschmutzt, die Menschen vergiftet oder Pflanzen und Tiere mutwillig auf Kosten von Gewinnmaximierung und Arbeitsplätzen ausrottet, mache ich dabei nicht mit.”

Mir reicht es schon lange: Wie wissen, dass der heutige Konsum auf Kosten der Gesundheit aller Organismen geht. Warum also konsumieren wir weiter Dinge, die uns krank machen, die uns suggerieren: “Alles ist gut!”

Ich schaue nicht mehr dabei zu, wie der Planet weiter verdreckt wird. Das Meer mit “grünen” Plastikabfällen verstopft wird, weil jede Bio-Gurke verpackt werden muss. Kinder spielend in Quecksilber sitzen, weil es ja nicht meine eigenen sind. Menschen in Afrika nichts mehr zu essen haben, weil wir hier “faire” Monokultur Ware benötigen und unserm Gewissen erzählen lassen, dass sei klimafreundlich. Ich verbreite nicht mehr die Lüge, dass ein “Grünes Wachstum” möglich ist. 

Ich versuche Alternativen zu finden, die es wert sind, gekauft zu werden. Alternativen, von Menschen, die wirklich regional, ethisch und ökologisch denken und in deren Lieferkette es keine “Ungereimtheiten” gibt.
Deshalb muss eine Feier nicht weniger “toll” oder “schick” sein. Deshalb müssen wir nicht weniger Spaß haben.
Irgendwie hat es die Menschheit bis 1850 doch auch geschafft, opulente Feste zu feiern, die nicht gleich einen CO2 Wert zwischen 19t – 1194t hinterlassen haben?!
Zugegeben, sie hatten kein “Hamsterrad” und so nahmen sie die Dinge, die in ihrer nächsten Umgebung vorhanden waren – meistens kostenlos oder geliehen.

Ich schalte gerne das Radio und den Fernseher ab (wegen der Werbung), mein Hirn an und frage mich in Ruhe:

Wie entgehe ich den “Verlockungen” des World Wide Web? Wie funktioniert das “Hamsterrad”? Was wird als “Nachhaltig”, “ökologisch” und als “fair” verkauft?

Über den “Fair Trade Krimi” berichte ich in der nächsten Woche ein wenig mehr.

;)

Wer bis dahin nicht mehr warten kann, sollte zumindest schon einmal anfangen “tief zu tauchen” und nicht einfach nur alles konsumieren, was gerade verlockend aussieht und ein “faires” Siegel trägt 

Oder noch einfacher: Nutzen Sie Ihren Instinkt und Ihr Bauchgefühl.
Schauen Sie sich einmal innerhalb Ihres Wohnortes um, wo es noch Menschen gibt, die von Anfang bis Ende ökologisch, ethisch und fair selber produzieren und dies auch leben.