Denkt Ihr, eine „grüne Hochzeit“ ist zu viel Aufwand? Denkt noch einmal darüber nach! Wir erwarten nicht, dass Ihr Krieg gegen den Veranstaltungsort führt, wenn er keine Kompost-Toiletten hat, aber wir sind alle dafür, der Erde zu helfen. Und Ihr könnt es tun, ohne Euer Budget, Eure Vision oder Euren Verstand zu opfern. Lest unsere Tipps, wie Ihr eine grüne Hochzeit feiern könnt, ohne in einem biologisch abbaubaren Papierkleid den Gang hinunterzugehen.

Die richtige Location für eine grüne Hochzeit

Die Wahl eines Veranstaltungsortes hilft, die Bühne und das Thema für jede Veranstaltung zu bestimmen und ist in der Regel Eure erste große Entscheidung. Eine der größten Möglichkeiten, Energie zu sparen, ist die Heirat im Freien, wie auf einem Bauernhof oder Weinberg, wo die Sonne die gesamte Beleuchtung übernehmen kann. Es gibt unzählige wunderschöne Gärten, Hügeln und renovierten Scheunen, die moderne Annehmlichkeiten wie Waschbecken und Toiletten bieten, so dass niemand auf die Hygiene verzichten muss.

Wir wissen, dass Outdoor-Zeremonien und Empfänge nicht für jeden geeignet sind. Wenn Ihr drinnen sein wollt, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Ihr es grün machen könnt. Erstens, haltet die Zeremonie und die Hochzeitsfeier an einem Ort ab – niemand muss fahren, um von einer Veranstaltung zur nächsten zu gelangen, was die Kraftstoffemissionen reduziert. Oder wählt einen Ort, der viel Sonnenlicht bekommt und veranstaltet die Feier am Tag, damit Ihr das Licht auslassen könnt. Eine weitere Möglichkeit, im Innenbereich grün zu sein: Sucht nach Hotels, die energieeffiziente Geräte und biologisch abbaubare Produkte recyceln und nutzen.

Die Einladungen

Jedes Jahr werden Millionen von Bäumen für die Herstellung von Papierprodukten gefällt. Der Prozess der Herstellung dieser Produkte belastet die Umwelt. Immer mehr Paare versuchen zu helfen, indem sie umweltbewusste Entscheidungen treffen. Wir finden Hochzeitseinladungen per Briefpost noch immer am schönsten. Achtet auf Anbieter, die Recycling-Papierprodukte und Farben auf pflanzlicher Basis anbieten. Ihr könnt auch handgeschriebene Einladungskarten online bestellen.

Einige Papierprodukte sind sogar pflanzbar – ja, pflanzbar! Papier von Unternehmen wie Botantical Paper Works ist mit Samen eingebettet, so dass Gäste sie in ihren Gärten pflanzen können und das Papier zu Blumen, Pflanzen oder Kräutern wird, anstatt auf einer Deponie zu landen. Oder entscheidet Euch für nachhaltige Ressourcen, wie Baumwollartikel oder Bambuspapier.

Die Blumen für eine grüne Hochzeit

Ihr denk vielleicht nicht darüber nach, aber nicht alle Blumen sind organisch. Einige Landwirtschaftsbetriebe verwenden Chemikalien, um Insekten fernzuhalten, was dazu führen kann, dass die organische Substanz im Boden beeinträchtigt wird und in einigen Fällen Krankheiten bei den Arbeitern, die mit ihnen arbeiten, entstehen. Um sicherzustellen, dass Euer Blumenschmuck so nachhaltig wie möglich ist, wendet Euch an Unternehmen, die vom Erzeuger zum Verbraucher gehen, sozusagen an Unternehmen, die die Stängel schneiden und die Blumen innerhalb weniger Tage direkt an die Abnehmer verkaufen. Fragt Euren Blumenhändler nach saisonalen und lokalen Blumen, um die frischesten und hochwertigsten Stängel zum besten Preis zu erhalten. Es gibt auch zertifizierte Blumen. Das bedeutet, dass die Blüten nicht mit Chemikalien oder unter harten Arbeitsbedingungen angebaut werden. Eine weitere umweltfreundliche Wahl ist die Wahl von Topfblüten, Pflanzen oder Topiaren als Mittelpunkt der Dekoration. Auf diese Weise könnt Ihr und die Hochzeitsgäste sie mit nach Hause nehmen und nach der Hochzeit wieder einpflanzen.

Wollt Ihr auf Blumen verzichten? Verwendet einen Broschenstrauß, ein Arrangement aus Seidenstielen oder ein Bündel von Marktfrüchten und Gemüse und dekoriert die Tische mit Dingen, die Ihr nach der Hochzeit im Haus wiederverwenden könnt, wie Kerzen auf Sojabasis oder Bücherstapel.

Das Hochzeitsessen

Das Essen steht im Mittelpunkt jeder Feier, und grün zu werden bedeutet nicht, dass Ihr auf den Geschmack verzichten müsst! Die Bewegung vom Bauernhof zum Tisch ist in vollem Gange, was bedeutet, dass sie für die Beschaffung gesunder, umweltfreundlicher Lebensmittel zugänglicher denn je ist. Wenn Ihr das Essen für die grüne Hochzeit plant, denkt daran, dass Bio-Lebensmittel möglicherweise mehr kosten. Aber wenn Ihr den Caterer bittet, saisonale und lokal angebaute Produkte zu beziehen, wird er die Kosten niedrig halten und die frischesten Produkte garantieren. Ihr könnt auch mit einem Bäcker aus der Nachbarschaft zusammenarbeiten, um zu erfahren, wer in der Region bestimmte Zutaten (wie Eier und Milchprodukte) liefert. Wenn sie direkt von Gärtnern gekauft werden, benötigen Lebensmittel weniger Zeit im Kühlschrank und weniger Verpackungen, um frisch zu bleiben, so dass Sie auch besonders freundlich zu Mutter Erde sind. Und da die Lebensmittel aus einer kürzeren Entfernung kommen, wird weniger Kraftstoff für den Transport benötigt. Ihr wollt Eure Gäste wirklich beeindrucken? Ergänzt Eure Tischdekoration mit Kräuterpflanzen in Terrakotta-Töpfen, wie Basilikum oder Koriander, die Gäste direkt zu ihren Gerichten hinzufügen können. Für eine plastikfreie Hochzeit solltet Ihr richtiges Geschirr und Gläser verwenden und auf Einmalprodukte verzichten. Eine Alternative bietet Bambus, welches anschließend kompostiert und somit recycelt werden kann.

Das Brautkleid für die grüne Hochzeit

Das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an umweltfreundliches Einkaufen für die grüne Hochzeit denkt, ist das erneute Tragen eines Kleides, vielleicht sogar des der Mutter. Wenn Du die Idee liebst, ihr Kleid zu tragen, aber nicht ganz in das Kleid selbst verliebt bist, arbeite mit einer Schneiderin, um es zu Deinem Stil zu ändern. Oder, wenn Mamas Kleid aus dem Rennen ist, fange von vorne an und suche Dir ein Kleid aus, das total Du bist. Erste Anlaufstelle: Besucht 2nd-Hand-Kleidungsgeschäfte oder Konsignationsboutiquen. Nichts gefunden? Schaut Euch alle Websites an, die Hochzeitskleider vermieten. Den Anbietern genügen meist bereits ein paar Richtlinien, wie z.B. eine Farbe oder Kleiderlänge, um das passende Hochzeitskleid zu finden.

Wenn Ihr es vorzieht, ein brandneues Kleid zu tragen, sucht nach einen Designer, der nachhaltige Stoffe (wie Bio-Baumwolle, Seide oder Hanf) verwendet.

Die Hochzeitsgeschenke

Für eine grüne Hochzeit sucht nach pflanzbaren Gefälligkeiten wie Topfpflanzen, Kräutern oder Sukkulenten. Oder, essbare Geschenke. Schaut Euch lokale Unternehmen wie Kaffeehäuser für eine Tüte mit ihren typischen Bohnen an, Süßwarenläden für Schokoriegel (einfach mit Papier zu verpacken) oder Mehrweg-Gläser aus einem Obstgarten.

Eine ganz andere Möglichkeit sind Wohltätigkeitsspenden. Informiert Eure Gäste darüber, dass Sie eine Spende für eine sinnvolle Sache anstelle von Gefälligkeiten leisten sollen. Wählt einige Eurer Favoriten aus und lasst die Gäste entscheiden.

Green Weddings bleiben eher die Ausnahme – Öko-Aspekt kommt aber zumindest in Teilbereichen durch

Großenkneten/Berlin/Stuttgart – Recyclingpapier ist schon lange nicht mehr grau und hässlich und Kleider aus Bio-Stoffen sehen längst nicht mehr aus wie Jutesäcke. Ökologie und Nachhaltigkeit haben im Denken vieler Menschen an Bedeutung gewonnen – allerdings nicht so sehr bei Hochzeiten, wie es scheint. Da gilt Grünes oft als Spaßbremse. Aber: Es muss ja nicht immer gleich der große Wurf, die rundum ökologisch korrekte Hochzeit sein.

Ulrike Binias, die sich vor einigen Jahren als Hochzeitsplanerin selbständig gemacht hat und unter anderem „The Green Wedding Magazine“ publiziert, hat zahlreiche Tipps für die Öko-Hochzeit, von denen einige einfach, andere etwas schwerer umzusetzen sind. Relativ leicht zu beschaffen sind saisonale und regionale Produkte für das Hochzeitsmenü. Dabei könne mitunter sogar gespart werden im Vergleich zu Lebensmitteln, die einen weiten Transportweg hinter sich haben, sagt Binias.

Apropos Transportweg: „Um den Schadstoffausstoß zu reduzieren, sollten Zeremonie und Feier möglichst nah beieinander stattfinden.“ Als Ort für die Feier könne zudem ein Bio-Weingut oder -Hotel gewählt werden, empfiehlt die Hochzeitsplanerin.

Etwas schwieriger wird es schon bei der Anreise der Gäste. Über wenige Gäste und kurze Anreisen freut sich vielleicht die Umwelt, aber wahrscheinlich wollen die wenigsten Brautpaare sich in diesem Punkt einschränken lassen. Ähnliches gilt für die Auswahl des Flitterwochen-Zieles. Das Paar solle zumindest darüber nachdenken, ob es unbedingt die Karibik sein müsse, oder ob ein Bio- Hotel in Deutschland oder Österreich auch eine Option sei, sagt Binias.

Kein Jutesack, aber auch kein Prinzessinnenkleid

Unter Umständen könnte das Brautpaar bei der Hochzeitsreise jenes Geld sparen, das es für fair produzierte Brautmode ausgeben müsste. Es ist ein Klischee, dass schicke Kleider und ein Bio- Siegel ein Widerspruch sind. Allerdings, sagt Ulrike Binias, „sind die Kleider schon meist etwas schlichter. Es soll ja wenig Stoff verbraucht werden, dadurch sehen sie weniger üppig aus als klassische Hochzeitskleider“. Dafür könne die etwas unspektakulärere und unspezifischere Eco- Brautmode nach der Hochzeit leichter geändert und dann bei anderen Anlässen getragen werden.

Während diese Argumente die Mehrzahl der Bräute wohl nicht von einem Prinzessinnenkleid werden abbringen können, ist ökologisches Denken in einem anderen Bereich offenbar auf dem Vormarsch. „Bei einigen Herstellern hat sich das Bewusstsein für ökologische und faire Produktion durchaus verstärkt, zum Beispiel bei den Goldschmieden und Juwelieren“, sagt Ralf Schulze, Projektleiter bei der Trau dich! Messe GmbH, einem der größten deutschen Veranstalter von Hochzeitsmessen. Sie wiesen Kunden auch verstärkt darauf hin, welche Fair-Trade-Alternativen es gebe.

Massentauglich werden Green Weddings aus Schulzes Sicht aber vorerst nicht werden. „Aus ökologischen Gründen wird kaum ein Paar auf bestimmte Dinge verzichten, die ihm für die Hochzeit wichtig sind: zum Beispiel auf eine Band – ohne die man ja Strom sparen könnte – oder eine Oldtimer-Fahrt“, glaubt er.

Matthias Bähr, der Geschäftsführer des Messeveranstalters BB Expo Event, hat ebenfalls festgestellt, dass der Öko-Aspekt beim Heiraten eine untergeordnete Rolle spielt. „Wenn zum Beispiel das Kleid der Mutter zur eigenen Hochzeit angezogen wird oder Einladungen per Mail verschickt werden, passiert das weniger aus ökologischen Gründen. Die sind nur ein Nebeneffekt“, sagt er.

Ist ein Ende der Wegwerfhochzeit in Sicht?

Auch Ulrike Binias sagt, das Interesse am Heiraten mit positiver Öko-Bilanz beschränke sich bislang auf bestimmte Gesellschaftsschichten, für die Ökologie und Nachhaltigkeit ohnehin wichtig seien. „Ich hoffe, dass der Trend aber insgesamt weggeht von der Wegwerfhochzeit“, sagt sie. Einige Zeichen dafür macht sie aus: „2011 war es zum Beispiel noch sehr viel schwieriger als jetzt, Anbieter ökologischer Hochzeits-Produkte zu finden.“ Zudem werde ihre Webseite von immer mehr Menschen besucht.

Einladungen von Charlie Scribble

Charlie Scribble bietet in Cornwall umweltbewusste Einladungskarten für Hochzeiten an. Die Karten bestechen durch ihre unkonventionellen Illustrationen und ein einfaches klares Design. Hier werden ganz individuellen und persönlichen Karten gestaltet. Das Papier für die Karten ist hochwertig und zumindest FSC-zertifiziert. Neben Einladungskarten aus Papier bietet Charlie Scribble die Möglichkeit, eine animierte Karte per E-Mail oder CD zu verschicken. Dies ist eine ausgefallene Form für Hochzeitseinladungen die bestimmt Eindruck hinterlassen. Auf der Homepage von Charlie Scribble können Sie erste Anregungen für ein passendes Design entdecken.

Neben Einladungskarten bietet Charlie Scribble Dankeskarten, Speisekarten und vieles mehr…

Schmuck – Love doesn’t have to Cost the Earth

April Doubledayist eine ethisch arbeitende Schmuckdesignerin und Juwelierin. Neben der kreativen Seite ihres Handwerks, bei dem sie sich von der Küste, den Felsformationen und der Energie des Meeres inspirieren lässt, ist ihr  ethisches Handeln wichtig. Für ihre Schmuckstücke verwendet sie nur „konfliktfreie“ Diamanten, fair gehandeltes Gold und recyceltes Silber. Ihre Kollektionen spiegeln ihr Engagement für Fairtrade und Fairmined Eco Gold wider. Dabei geht es um einen sozial- und umweltbewussten Bergbau, den das Hochzeitspaar durch den Kauf von „fairen“ Ringen unterstützen kann.

Ihre Zulieferer, die sogenannte Jeweltree Foundation sorgt für Transparenz im Handel und kümmert sich um eine nachhaltige und soziale Arbeitsweise in der Schmuckindustrie. Sie unterstützt Initiativen in der Dritten Welt. Durch Doubledays Zusammenarbeit mit Fairtrade Unternehmen sorgt sie in Kolumbien für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergbauarbeiter. Ein weiterer ihrer Zulieferer ist Corporación Oro Verde  , eine Kollektivgemeinschaft, die aus verschiedenen Organisationen in Kolumbien bestehen. Sie arbeiten nachhaltig und umweltbewusst, schützen den Regenwald und kümmern sich um faire Arbeitsbedingungen der Mienenarbeiter.
Rubyfair, eine Handelsgesellschaft zwischen britischen Juwelieren und tansanische Bergbauarbeiter, hat sich ebenfalls den Umweltschutz und faire Arbeitsbe­dingungen für die Minenarbeiter auf die Fahnen geschrieben.

Devon Vintage China

ist ein Verleihservice in Bigbury nahe Plymouth und bietet eine große Auswahl an wunderschönem Geschirr und Dekoration. Ob Tassen mit Blumendekor und passenden Tellern, Teekannen, Zuckerdöschen, Milchkännchen oder Etageren, Bonbonschalen, Kandelaber, Vasen, altes stilvolles Besteck, Servietten, Tischdecken, Fahnen oder sogar Liegestühle – für jeden Vintage- und Blumengeschirrliebhaber ist mit Sicherheit etwas dabei.

Das Mieten von Vintagegeschirr macht nicht nur „Green Wedding“ Hochzeitstafeln zu einem besonderen Hingucker sondern ist eine umweltbewusste Alternative zu Einweg- oder neuem Geschirr.

Die Idee: Die Hochzeit stellt ein Übergangsritual in eine neue Lebensphase dar. Übergangssymbole (wie hier die Cake Topper) werden nach einer Zeremonie verbrannt, begraben oder ins Meer gegeben.
Der Meersalzteig könnte stellvertretend für den Brauch von Brot und Salz stehen und wird nach der Zeremonie seinem „Ursprung“, dem Meer zurück gegeben.

Cake Topper selber machen

Ganz wichtig! Verwenden Sie möglichst kein gewöhnliches Salz. Dieses wird in Bergwerken gewonnen. Dafür werden computergesteuert Sprenglöcher gebohrt; 2000 Tonnen beziehungsweise 80 Lkw-Ladungen Salz sind das Ergebnis einer einzigen Sprengung. Nur die Saline Luisenhall gewinnt noch Siedesalz nach der traditionellen Methode [Planet Wissen]. Darin sind dann auch noch die lebenswichtigen Bestandteile des Salzes zu finden und es frei von Chemikalien und Rieselhilfen.

Zunächst den Salzteig aus 1 kg Mehl, 500 g Meersalz und ca. ½ Liter Wasser herstellen.

Zu einer Kugel formen und ausrollen. Da die ausgestochenen Figuren etwas dicker werden,
sollte der Teig ca. ½ – 1 cm hoch ausgerollt werden.

Nach Belieben mit verschiedenen Ausstechern, Formen aus dem Teig ausstechen und vorsichtig herauslösen.

Die Figuren werden mittig auf einen Schaschlikspieß befestigt und sollten ca. eine Woche an der Luft trocknen.

Im letzten Schritt werden die Cake Topper bemalt. Wir haben Aquarellfarbe von Stockmar gewählt.
Die ungiftigen Aquarellfarben sind sehr ergiebig und bleiben getrocknet noch vollständig wasserlöslich.

Jetzt noch trocknen lassen…fertig für den Kuchen 🙂

Wer die Cake Topper nach der Feier nicht gleich dem Meer “opfern” mag, kann sie zunächst als Blumendeko nutzen 😉