Zu jeder Hochzeit gehört auch eine Hochzeitskerze. Dieses klassische Symbol und Ritual muss auch bei einer ökologischen Hochzeit nicht fehlen. Der Handel bietet heute eine Reihe nachhaltiger Hochzeitskerzen wie hier an, die den Bund der Ehe feierlich schmücken.

Auch für die Dekoration der Tische sind Kerzen kein Tabu. Wenn Sie selbst wiederverwendbare Naturkerzen machen, können Sie bei Ihrer Hochzeit konsequent auf kommerziell erhältliche Kerzen aus Erdölderivaten verzichten.

Herstellung einer natürlichen und wiederverwendbaren Kerze

Kommerziell erhältliche Duftkerzen sollten in Maßen konsumiert werden. Tatsächlich zeigen Studien, dass Kerzen zur Innenraumverschmutzung beitragen. Sie sind schädlich für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System.

Die meisten im Handel gekauften Duftkerzen enthalten Limonen. Diese chemische Substanz reagiert mit dem in der Umgebungsluft vorhandenen Ozon, sobald die Kerze entzündet wird. Die Schadstoffe, die freigesetzt werden, sind Partikel, flüchtige organische Verbindungen wie Benzol oder Formaldehyd. Leider kann die Liste lang sein. Wir wissen, dass diese Schadstoffe vor allem bei Atemwegserkrankungen, wie Asthma, aber auch bei der Entstehung bestimmter Krebsarten schädlich sind.

Was ist in kommerziellen Kerzen enthalten?

Es gibt drei Hauptfamilien von Wachsen, die zur Herstellung von Kerzen verwendet werden: Paraffinwachs, Bienenwachs und pflanzliche Wachse.

Paraffin ist ein aus Erdöl gewonnener Bestandteil, während Bienenwachs und pflanzliche Wachse natürlich vorkommen. Selbst wenn sie als 100 % natürlich gekauft werden, werden einige Wachse manchmal mit Paraffin gemischt.

Einige Produkte können auch Farbstoffe und chemische Zusätze enthalten. Duftkerzen enthalten auch Duftöle, die eigentlich synthetische Parfüms sind.

Wie können wir das Licht und den Duft von Kerzen genießen, ohne unserer Gesundheit zu schaden?

Die Antwort auf diese Frage könnte durchaus darin bestehen, selbst wiederverwendbare, natürliche Kerzen herzustellen und dabei nachhaltige Inhaltsstoffe zu verwenden. Deshalb schlagen wir in diesem Beitrag zwei Rezepte für 100 % natürliche und ökologische selbstgemachte Kerzen vor.

Im Bestreben nach Recycling und Abfallfreiheit besteht das Ideal darin, natürliche Kerzen herzustellen, die ein Leben lang wiederverwendet werden kann! Dazu legen wir Wachse beiseite und wenden uns den Pflanzenölen zu.

Wie funktionieren natürliche Kerzen?

Eine natürliche, wiederverwendbare Kerze besteht aus einem Behälter, Wasser, Pflanzenöl und einem Stoffdocht. Das Öl schwimmt auf der Wasseroberfläche, durchtränkt den Docht und führt so zur Verbrennung. Das Wasser löscht die Flamme, sobald das gesamte Öl verbraucht ist. Je mehr Öl, desto länger brennt die Kerze.

Ölkerzen sind deshalb wirtschaftlich, weil die Flamme bis zu 24 Stunden brennen kann. Eine Ölkerze verbraucht in 24 Betriebsstunden etwa 1 Deziliter Öl. Um Ihre Zündkerze wiederzuverwenden, füllen Sie einfach das Öl nach und ersetzen Sie den Docht, wenn er verschlissen ist.

Die Auswahl der Zutaten

Um wiederverwendbare natürliche Kerzen herzustellen, ist es unerlässlich, ökologische und natürliche Inhaltsstoffe zu wählen.

Sie können ein biologisches Speiseöl wählen: Erdnuss, Raps, Sonnenblume, Olive usw.

Je nach Wunsch, Jahreszeit oder Thema können Sie verschiedene natürliche Düfte wählen. Entspannende Atmosphäre, Schutz gegen Mücken, romantischer Abend, … lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.

Pflanzen: Alles ist gut zu recyceln und wiederzuverwenden: Zitrusschalen, Kiefernzapfen, Zimtstangen, Gewürze, Blütenblätter, aromatische Kräuter, Tannenzweige usw…

Ätherische Öle: Bevor Sie ein ätherisches Öl für Kerzen verwenden, sollten Sie die technischen Daten sorgfältig studieren: Der Flammpunkt muss über 65°C liegen, damit sich Ihre Kerze nicht über die gesamte Oberfläche entzündet. Alkoholhaltige Öle sollten daher vermieden werden. Am besten geeignet sind: Anis, Rosenholz, Zitronengras, Wintergrün, Lavendel, Zitronen, Pfefferminze, Ylang-Ylang, usw…

Natürliche Farbstoffe

Um chemische Eisenoxidpigmente zu vermeiden, sollten Sie sich für natürliche Alternativen entscheiden, wie zum Beispiel :

  • Gefärbte Pflanzenöle: Buriti für eine orangefarbene Kerze, Johanniskraut für eine rosa Kerze, Avocado oder Kalophylle für eine grüne Kerze.
  • Farbige ätherische Öle (nach dem Flammpunkt zu assoziieren): Blaue Kamille für eine blaue Kerze.
  • Färbende Pflanzenpulver (zur Verwendung bei der Mazeration): Kurkuma für eine fluoreszierend gelbe Kerze, Brennnessel für eine khakigrüne Kerze.

Rezepte zur Herstellung für wiederverwendbare und natürliche Kerzen

Rezept Nr. 1: Duftkerze im Glasgefäß

Die notwendige Ausrüstung:

  • 1 Glasgefäß mit Deckel
  • 1 Metall-Hohlrohr von 3 bis 5 cm
  • 2 Flachmuttern
  • 1 Streifen Baumwollgewebe
  • 1 10 mm Bohrer
  • Mineralwasser (70 % des Glases)
  • Sonnenblumenöl (20 % des Glases)
  • Pflanzen für Parfüm

Die Vorbereitung:

Schritt 1: Dose und Deckel
  • Bohren Sie ein Loch in die Mitte des Glasdeckels.
  • Führen Sie dann das Rohr in das Loch ein, wobei 1 cm über der Oberkante verbleibt.
  • Mit einer Mutter auf jeder Seite des Deckels befestigen.
Schritt 2: Der Kerzendocht
  • Falten Sie Ihr Baumwollgewebe der Länge nach auf die Hälfte und rollen Sie es leicht auf und führen Sie es dann durch das Stahlrohr.
  • Schieben Sie das Gewebe ca. 1,5 cm über das Rohr.
Schritt 3: Füllen
  • Füllen Sie das Glasgefäß mit den ausgewählten Pflanzen.
  • Legen Sie Ihren Stoffstreifen (der am Deckel hängt) in das Glas.
  • Füllen Sie das Glas erst mit Wasser, dann mit Sonnenblumenöl.
  • Schließen Sie das Glas und warten Sie 30 Minuten, bevor Sie es anzünden (der Docht muss das Öl aufsaugen).

Tipp: Um die Kerze wiederzuverwenden, fügen Sie mehr Öl hinzu und ersetzen Sie den Docht, wenn er abgenutzt ist.

Rezept 2: Duftkerze mit schwimmendem Docht

Für diese natürliche Kerzen wird ein Schwimmer aus recyceltem Kunststoff verwendet, der den Docht hält. Es besteht keine Gefahr, dass der Kunststoff des Schwimmers verbrennt, da er leicht in Öl und Wasser eingetaucht ist, was ihn auf einer sehr niedrigen Temperatur hält.

Die notwendige Ausrüstung:

  • 1 Glasbehälter
  • 1 Schale
  • 1 Mini-Schneebesen
  • 1 Plastik-Wasserflasche
  • 1 Schere
  • 1 Streifen Baumwolltuch oder ein Papierhandtuch
  • 1 Skala
  • 70 ml Mineralwasser
  • 30 ml Pflanzenöl
  • 2 ml ätherisches Ylang Ylang Bio Öl

Die Vorbereitung:

Schritt 1: die schwimmende Basis

Um die schwimmende Basis herzustellen, schneiden Sie mit einer Schere den Boden einer Wasserflasche aus. Hinterlassen Sie keine Ränder, da das Öl, das den Docht speist, durch die Rillen in die Basis eindringt.

Bohren Sie mit Ihrem Meißel, einem kleinen Messer oder einem Bohrer ein Loch in die Mitte der Basis.

Schritt 2: der Kerzendocht

Stellen Sie Ihren Kerzendocht her, indem Sie ein 3 cm x 3 cm großes Quadrat aus Papierhandtüchern sehr eng wickeln (oder verdrehen).

Setzen Sie den Docht in der Mitte der Basis ein.

Schritt 3: Füllen
  • Füllen Sie den Behälter mit Wasser.
  • Dekorieren Sie den Boden des Behälters nach Belieben mit Farbstoffen, Dekorationselementen, Pflanzen usw.
  • Mischen Sie das Pflanzenöl und das ätherische Öl in einer Schüssel vor.
  • Gießen Sie die Mischung über das Wasser in den Behälter.
  • Legen Sie die Basis auf die Oberfläche des Öls.
  • Zünden Sie den Docht an.

Tipps: Wenn die Flamme zu hoch aufsteigt, schneiden Sie den Docht ein wenig ab. Wenn Ihre Kerze raucht, ist der Docht zu lang. Wenn er erlischt, kommt der Docht entweder mit Wasser in Berührung und wird daher nicht ausreichend mit Öl versorgt oder umgekehrt wird er mit zu viel Öl geflutet. Wenn es knistert, ist der Docht mit Wasser in Kontakt.

Diese natürlichen, ökologischen und wiederverwendbaren Kerzen werden Ihnen ein Maximum an Freude bereiten. Sie lassen sich stufenlos einstellen und wehren im Sommer Moskitos ab und wärmen im Winter Ihr Zuhause.

Und wie immer sind gesunder Menschenverstand und Mäßigung notwendig, selbst für natürliche Kerzen! Denn sobald eine Flamme brennt, wird die mit Verbrennungsrückständen verbundene Verschmutzung in die Luft freigesetzt. Deshalb ist es wichtig:

  • Den Raum regelmäßig und ausreichend zu Lüften
  • Die Anzahl der gleichzeitig angezündeten Kerzen zu begrenzen.

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